Meine besten Fototipps für die Portrait-Fotografie

October 30, 2017

 

Oft werde ich gefragt, was ein gutes Portrait ausmacht. Ob als Anfänger oder als Profi, ich selbst gehe immer wieder in Gedanken diese Liste durch. Denn oft sind es Kleinigkeiten, die eine grosse Wirkung haben.

 

Die besten Tipps habe ich für dich gesammelt. Ich wünsche dir viel Spass beim Ausprobieren!

NR. 1 - LOCATION

 

Für Portraits braucht es gar keine exotische Location, schon in nächster Nähe finden sich spannende Hintergründe. Denn das ist das Schöne an der Portrait-Fotografie: du musst nicht weit gehen oder reisen, in 5 Minuten bist du meist schon da.

 

Wie hier dieser Container. Wer hätte gedacht, dass das so harmonisch mit Serainas Haaren wirkt?

 

NR. 2 - RAUS MIT DIR

 

Trotz aller Möglichkeiten, im Studio mit Blitzlicht zu arbeiten, bin ich am liebsten draussen. Natürliches Licht bietet unendliche viele Stimmungen: hart oder weich, starke Kontraste oder weiche Übergänge.

 

Bei der Potraitfotografie kannst du das natürliche Licht wunderbar einsetzen, indem es die Konturen im Gesicht betont und der Person schmeichelt. Einfach wunderschön.

 

 

 

NR. 3 - DIE AUGEN

 

Die sind das Wichtigste für ein schönes Portrait. Wenn die Augen scharf sind, ist das schon die halbe Miete. Wenn die Person direkt in deine Linse schaut, dann bekommt das Foto auch gleich etwas Faszinierendes.

 

Konzentriere dich beim Fotografieren ganz auf das vordere Auge, denn das muss unbedingt scharf sein. Und wenn noch so ein kleines Glitzern in den Augen ist, ist es perfekt.

 

 

NR. 4 - HINTERGRUND

 

Damit der Fokus auf der Person liegt, die du fotografierst, ist ein unscharfer Hintergrund von Vorteil. Am besten die grösste Blende nehmen, die du auf deiner Kamera einstellen kannst und los.

 

Siehst du, was für ein schönes Bouquet du bekommst? Und wer hätte gedacht, dass auch so trostlose Bahngleise einen schönen Hintergrund bieten?

 

 

 

 

NR. 5 - HELL UND DUNKEL

 

Wenn wir ein Foto betrachten, schauen wir automatisch auf die hellen Stellen. Daher ist es gut, wenn die Person, die du fotografierst, heller ist als der Hintergrund. Da stört auch so eine kleine Lichtquelle im Hintergrund nicht, wie auf diesem Foto - sie gibt dem Bild eher noch etas Wärme.

 

Schwierig wird es bei Nachtaufnahmen, aber auch da lässt sich mit einem Spot oder einer Taschenlampe etwas tricksen.Und wenn alles nicht funktioniert, dann hilft Photoshop ;-)

 

 

 

NR. 6 - PERSPEKTIVE

 

Portraits auf Augenhöhe sind schön, doch interessanter werden sie, wenn man die Perspektive wechselt. Es lohnt sich, hier die gewohnte Kameraposition zu verlassen, um einen richtigen Wow-Effekt zu bekommen.

 

Mal hinknien, mal sich auf den Boden legen oder auf Bänke klettern. Schon kommt etwas Neues ins Bild, zum Beispiel ein Stein oder eine Blume. Das Bild wirkt gleich anders - einfach mal testen, es macht Spass!

 

 

 

NR. 7 - ZEIT

 

Lass dir beim Fotografieren Zeit. Der schnelle Schuss kann gelingen, muss aber nicht. Lerne dein Gegenüber kennen und probiere verschiedene Einstellungen und Perspektiven aus. Stück für Stück werden damit deine Bilder im besser.

 

Auch bei mir ist nicht jeder Klick ein Hauptgewinn sondern bedeutet viel Beobachten, Warten und Fotografieren. Und zwischendurch lässt du dein Model mal wieder etwas entspannen für den frischen Blick.

 

 

 

NR. 8 - GESCHICHTEN ERZÄHLEN

 

Wenn du etwas mehr von einer Person zeigst, dann erzählt das Foto eine Geschichte. Wie hier das Bild von Seraina mit ihrer Tasche am Bahnhof. Die Tasche lenkt nicht vom Portrait ab, sondern sie gibt dem Bild etwas Geheimnisvolles, etwas Interessantes. Wohin sie wohl fährt? Fährt sie in den Kurzurlaub? Oder besucht sie ihre Eltern?

 

Mit so einem Bild schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Person wirkt gleich entspannter und das Bild bekommt mehr Aussagekraft.

 

 

NR. 9 - HÄNDE

 

Die Person, die du fotografierst, weiss nicht, was sie mit den Händen machen soll? Einfach die Hände in die Jackentaschen stecken. Oder auf Knie oder Hüfte stützen. Sieht doch ganz entspannt aus, oder?

 

 

 

NR. 10 - FEUER FREI: SO VIELE FOTOS WIE MÖGLICH

 

Oft sind es ganz kleine Nuancen im Gesicht, die ein gutes Foto von einem perfekten Foto unterscheiden. Es sind diese kleinen Unterschiede, die es ausmachen. Und um diesen Moment zu erwischen, braucht es viele Bilder - ganz besonders, wenn du Kinder fotografierst. Am besten ist es, wenn du so viele Fotos machst wie möglich.


Für diese Fototipps habe ich in 2 Stunden über 700 Bilder fotografiert und davon eine Auswahl von circa 20 Bilder getroffen. Und wenn so ein schönes Fotos wie dieses dabei ist, hat sich die Arbeit gelohnt.

 

 

Ich hoffe, die Tipps bringen dich weiter. Wenn du Fragen hast, melde dich doch einfach bei mir (s. Kontakt).

 

Wenn du noch mehr Lernen möchest, freue ich mich, wenn du an einem der nächsten Portrait-Workshops dabei bist. Dann kann ich dir direkt an deiner Kamera noch mehr Tipps geben.

 

Danke für's Lesen und viel Spass beim Fotografieren

Donovan

 

 

 

 

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